Fixed-Limit Cash-Game Online-Poker

Der Unterschied zwischen den No Limit und Fixed Limit Varianten liegt in der Weise, wie und wie hoch ein Spieler setzen darf.

Bei Fixed Limit Hold'em ist die Höhe der Einsätze pro Setzrunde begrenzt. Vor dem Flop und am Flop kann nur in Höhe der Small Bets gesetzt/erhöht werden, am Turn und River nur in Höhe der Big Bets, die doppelt so hoch sind wie die Small Bets. Bei No Limit gibt es diese Beschränkung nicht und ein Spieler kann immer so viel setzen wie er will. Im No Limit Cashgame sind dadurch weniger Spieler im Pot, und eine Runde geht seltener bis zum River. Dies führt dazu, dass Fixed Limit und No Limit grundverschiedene Spiele sind und auch von unterschiedlichen Spielertypen gespielt werden.

Im Fixed Limit ist der mögliche Verlust bzw. der mögliche Gewinn einer Hand begrenzt. Dadurch ist wohl No Limit das populärere Spiel geworden, da es grundsätzlich möglich ist, mit einer einzigen Hand seine Chips zu vervielfachen. Die allgemeine Meinung, dass No Limit mehr Action bietet als Fixed Limit ist allerdings falsch. Denn im Fixed Limit bekommt man wesentlich mehr Action in den Runden, weil mehr Spieler auch bei Erhöhungen im Spiel bleiben. Eine weitere Karte ist nicht so teuer, wie sie es im No Limit sein kann. Fixed Limit Poker ist für den Anfänger sehr leicht zu lernen.

Mit einer soliden Basis-Strategie kommt man auch als Neuling in den niedrigen Limits fast sicher ins Plus - genau wegen der hohen Action. Je selektiver man spielt und sich nur auf die starken Hände verlässt, desto öfter gewinnt man am River. Wenn sich Fixed Limit Neulinge dann aber einmal die Spiele in den teuren Limits ansehen und beobachten, was die Profis machen, reagieren sie manchmal mit Kopfschütteln. Es sieht alles nach einem Durcheinander aus. Bets, Calls und Raises scheinen "zufällig" zu passieren, man blickt oft nicht durch, aber gute Spieler machen das nach genauem Plan.

Sie wissen genau, was sie tun. Hier liegt die Schwierigkeit des Fixed Limit Poker. So leicht die niedrigen Limits zu schlagen sind, desto schwieriger wird es an den höheren. An den niedrigen Limits denken sich die Spieler ja allzu oft "warum denn aussteigen, wenn die nächste Karte so billig zu sehen ist und ich ohnehin schon in den Pot eingezahlt habe". Für die guten Spieler an den teuren Tischen ist das der springende Punkt. Der unmittelbare Erfolg einer Hand ist völlig egal. Wichtig ist nur, ob der Spieler einen vorteilhaften Erwartungswert hat und wie die objektiv richtige Entscheidung lautet. Kein anderes Pokerspiel ist so mathematisch ausgelegt wie Fixed Limit Poker.

Jede Situation kann man analysieren und nach mathematischen Gesichtspunkten bewerten. Denn die Psychologie, die im No Limit so wichtig ist, spielt beim Fixed Limit eine untergeordnete Rolle. Die korrekte Entscheidung bringt das Geld und als Belohnung dafür winkt zwar kein großer Pot, aber ein stetiges Wachstum des Pokerkapitals. Die Hobbyspieler wollen noch eine weitere Karte sehen, weil sie nicht teuer ist, der abgebrühte Fixed Limit Spieler denkt nur, ob es richtig ist, noch Geld in die Hand zu investieren oder nicht. "Richtig" bedeutet beim Fixed Limit immer: wenn ich in dieser Situation immer so handle, lande ich langfristig im Plus. Ob die Hand schließlich tatsächlich gewonnen wird oder nicht ist völlig belanglos.

Die gute Nachricht ist die, dass es nicht so viele gute Fixed Limit Spieler gibt, also auch auf den höheren Limits immer noch sehr viele Spieler an den Tischen sitzen, die nicht alles richtig machen. Denn es erfordert viel Zeit, all die Details, die zur richtigen Entscheidung im Fixed Limit führt, zu lernen. Hat man sie aber gelernt, dann wird Fixed Limit Poker zur wahren Geldmaschine, die zwar langsam, aber dauerhaft arbeitet.

> Spielst du auch gerne Online Casino Games?